Zur Entwicklung moralischer Urteilskompetenz in der kaufmännischen Erstausbildung : empirische Befunde und praktische Probleme
item.page.bibb.id
94102
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
Stuttgart
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
"Nach der Theorie Kohlbergs orientiert sich das moralische Urteil eines Menschen während eines mehrjährigen Zeitraums stets an ein und demselben Prinzip (z.B. 'Wie du mir, so ich dir!') Im Laufe seiner Entwicklung kann er allerdings immer anspruchsvollere Prinzipien internalisieren (bis hin zum Kategorischen Imperativ). Dabei setzt er jedoch jeweils die zuvor angewandten 'ausser Kraft'. Kaufleute dürfen demnach auch im privaten Bereich keinen anderen Moralstandard als den der strategischen Austauschgerechtigkeit aktualisieren können. Die vorliegende Studie berichtet über erste - im Längsschnitt noch zu erhärtende - Befunde bei Versicherungslehrlingen, die Kohlbergs Theorie in diesem Punkt zu widersprechen scheinen (Segmentierungshypothese). Sie referieren ausserdem zu den Bedingungen, die für die Entwicklung der - vermutlich nach Lebensbereichen differenzierten - moralischen Urteilkompetenz allem Anschein nach verantwortlich sind. Mit Bezug auf die (bislang) vorliegenden Ergebnisse wird die Frage aufgegriffen, welche Probleme die kaufmännische Berufsausbildung im Bereich der moralischen Erziehung zu lösen hat und welche Ansätze dafür in Frage kommen." (Autorenreferat)