Flexible Ausbildung durch flexible Ausbildungszeiten: Was leisten zweijährige Ausbildungsberufe?
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143033
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Abstract
Der Stellenwert zweijähriger Ausbildungsberufe wird seit Jahren zwischen Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften kontrovers diskutiert. Während die Verbände in zweijährigen Ausbildungsberufen ein wichtiges Element einer Flexibilisierung sehen, bestehen die Gewerkschaften auf einer dreijährigen Berufsausbildung. Die empirischen Grundlagen, um die Wirkungen zweijähriger Ausbildungsberufe abschätzen zu können, werden indes als eher dürftig eingeschätzt. Im Beitrag werden anhand exemplarischer Befunde die verschiedenen Argumente pro und kontra in Bezug auf Deckung von betrieblichem Fachkräftebedarf, Erschließung von Ausbildungspotenzialen, zielgruppenspezifische Förderung, Ausbildungskosten, Integration in den Arbeitsmarkt und Durchlässigkeit auf ihre empirische Gültigkeit untersucht. Abschließend wird der sich stellende Forschungsbedarf angesprochen, der vor allem hinsichtlich des betrieblichen Bedarfs und der Qualität der Ausbildung, der Berufsverläufe und Karrierewege, der Erfolgschancen von Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten sowie der tariflichen Einstufung der Absolventen zweijähriger Ausbildungsberufe gesehen wird. (BIBB-Doku)