Differenzierung und Integration: kaufmännische Grundbildung aus wirtschaftspädagogisch-historischer Sicht
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129371
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Abstract
Die Auswirkungen der zunehmenden Heterogenität von Gesellschaft und Ökonomie auf die Struktur und das Selbstverständnis kaufmännischer Bildung sind vielfältig. Anhand einer Fallstudie wird dokumentiert, wie kaufmännische Bildung mit einer ähnlichen Problemkonstellation schon einmal umgegangen ist und geprüft, ob nicht heutige Entscheider davon profitieren könnten. Die Fallstudie bezieht sich auf einen wichtigen historischen Entwicklungsabschnitt kaufmännischer Bildung, in dem Fragen der Heterogenität gesellschaftlich wie ökonomisch sehr drängend waren. Es handelt sich um die in der wirtschaftspädagogisch-historischen Literatur so apostrophierte Gründungs- und Konsolidierungsphase kaufmännischer Bildung zwischen 1870/71 und 1918/19. Eingangs wird die Unterscheidung "Differenzierung und Integration" erläutert, daran knüpft eine spezifische Akzentuierung des Begriffs "kaufmännische Grundbildung" an. Gegenstand des Hauptteils ist die Ausdifferenzierung von Formen kaufmännischer Grundbildung im Prozess der Entstehung eines Systems kaufmännischer Bildung um 1900. Den Schlussteil bildet eine Bilanz mit möglichen Schlüssen im Blick auf die aktuelle Diskussion. (BIBB2)