Evaluation Mediengestalter/Mediengestalterin für Digital- und Printmedien : Ergebnisse und Ausblick
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123966
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Bertelsmann
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Bielefeld
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Abstract
"Nach einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren konnte im Dezember 2003 die Evaluation des Berufs Mediengestalter/ Mediengestalterin für Digital- und Printmedien abgeschlossen werden. Die Verordnung dieses neuen Ausbildungsberufs trat am 1. August 1998 in Kraft und ersetzte fünf Berufe aus dem Bereich der Druckvorstufe. Neben neuen Inhalten, die insbesondere auch die Gestaltung und Produktion im Bereich der neuen Medien integrierten, zeichnet sich der Beruf durch eine neue Struktur mit doppelter Differenzierungsmöglichkeit aus: Es stehen vier Fachrichtungen zur Auswahl und darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, durch Wahlqualifikationseinheiten stärker entsprechend der betrieblichen Spezialisierung auszubilden, ohne dass dabei jedoch das Berufsprinzip infrage gestellt wird. Die Evaluation zeigte, dass sich der Beruf in der Praxis überwiegend gut bewährt hat. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse konnte, verglichen mit den Vorgängerberufen, erheblich gesteigert und neue Unternehmen für die Ausbildung gewonnen werden. Die neue Struktur der Ausbildungsordnung konnte auf betrieblicher Ebene im Laufe der Jahre gut umgesetzt werden, auch dank begleitender Maßnahmen zur Implementierung. Im Ergebnis der Evaluation gibt es Vorschläge zur Neuschneidung insbesondere der Fachrichtungen Mediendesign und Medienoperating sowie zur Zusammenlegung bzw. Schaffung neuer Wahlqualifikationseinheiten. Auch die neue handlungsorientierte Prüfungsform stieß mit wachsender Prüfungsroutine auf zunehmende Akzeptanz. Es muss jedoch festgestellt werden, dass die zur Verfügung stehenden Zeiten, insbesondere für den praktischen Teil der Abschlussprüfung, von Prüfer/-innen und Bildungsexpertinnen und -experten als nicht ausreichend eingeschätzt werden." (BIBB)