Zu ihrer Vergesellschaftung durch Verrechtlichung, Institutionalisierung und Wissenschaft
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173853
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Verlag der Gesellschaft zur Förderung arbeitsorientierter Forschung und Bildung
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Frankfurt a.M.
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Abstract
"Der Diskurs über Benachteiligte offenbart einen Widerspruch zwischen formalen Normen und ihrer materialen Realisierung. Einerseits ist - dem ethisch-demokratischen Postulat von Zivilgesellschaft folgend - über die Codierungen des Sozialgesetzbuchs gesellschaftliche Teilnahme intendiert; es besteht also ein gesellschaftliches Versprechen auf gelingende Subjektkonstitution über den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Andererseits gelingt der nationalen Bildungsberichterstattung zufolge jährlich einem erheblichen Teil der Kohorte an Schulabgängerinnen und Schulabgängern die Aufnahme eines Aus- bzw. Arbeitsverhältnisses nicht, und es fehlt gleichzeitig an gesellschaftlich adäquaten Institutionen, um das Versprechen auf Teilnahme faktisch werden zu lassen. Umso befremdlicher wirken verstärkt auftretende Klagen über (zukünftig) fehlende Facharbeiterbedarfe. Die im ersten Band begonnene Klärung der Deprivationsproblematik hinsichtlich älterer und neuerer sozial- bzw. erziehungswissenschaftlicher Reflexionen und dem Offenlegen der Beziehung zwischen Benachteiligung und ihren gesellschaftlichen Voraussetzungen wird im vorliegenden zweiten Band weiter vertieft. Es wird auf die Funktionslogik der Deprivation als das Zusammenspiel von Politik, Recht und Institutionen abgestellt. Wie sich daraus erziehungswissenschaftliche Fragestellungen entwickelten und welche Paradigmen sich in diesem Zusammenhang ergaben, insbesondere der Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie der Sozialpädagogik, das verfolgt der zweite Band vor allem mit Blick auf auftretende Insuffizienzen." (Verlag, BIBB-Doku)