Sonder-(schul-)Pädagogik : zur Notwendigkeit neuer Orientierungen
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Abstract
"Die deutsche 'Sonder'-(Schul-)Pädagogik ist seit längerem in der Krise, weil vor allem unter dem Stichwort 'Integration' und im internationalen Vergleich die institutionelle Besonderung fragwürdig geworden ist und weil in diesem Zusammenhang die Ziele, Methoden und Wirksamkeiten hinterfragt werden. Der Beitrag will durch eine kritische Bilanz einen Beitrag zur inhaltlichen und methodischen Umorientierung leisten und versteht den Auftrag als: Gleichwertige Lebensmöglichkeiten für alle zu sichern. Zuerst wird die schulische Tradition der 'Sonderpädagogik' aufgezeigt, die ihre Strukturen bis heute weithin dominiert und auch ihre Grenzen bzw. Unzulänglichkeiten bestimmt. Das wird aufgewiesen an den drei Grundproblemen der Schulpädagogiken: dem unangemessenen Konzept der Allgemeinbildung, einer erforderlichen Veränderung eines lehrdominierten Unterrichts zu einem schülerorientierten Ort des Lernens und an den fehlenden bzw. unzureichenden Erziehungsvorstellungen. Die Kritik an dem 'Spezifischen' der 'Sonderpädagogik' geht von dem neuen Signalwort 'Förderung' aus, bilanziert die Reformbemühungen, charakterisiert beispielhaft 'Sonderschulpädagogiken' auf entwicklungspsychologischer Grundlage und fordert an Stelle einer ('Förder'-)Diagnostik eine Lern- und Lebensbegleitung. Die als spezifische sonderpädagogische Methoden eingeschätzten 'speziellen Förderungen' werden auf ihre theoretische Stimmigkeit wie ihre praktische Angemessenheit und Lebensbedingungen hin beschrieben. Knappe Folgerungen für die Ausbildung der 'Sonderpägagogen' und eine thesenhafte Auflistung anstehender Aufgaben beschliessen den Beitrag." (Autorenreferat)