Erwerbslosigkeit - Zentralproblem der Bildung in der Krise
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Abstract
"Wenn Arbeitsmarktkrisen überdeutlich werden, kommen verstärkt Bildungsbemühungen ins Gespräch und der Qualifikationsaspekt von Bildung gerät in den Fokus ökonomischer Strategien. Aus Sicht der Unternehmen resultiert daraus das Dilemma, dass einerseits Personalkosten reduziert werden sollen und andererseits mittel- und langfristig Kompetenzentwicklung betrieben werden muss. Aus Sicht der Erwerbstätigen ist der Wegfall von Beschäftigungsmöglichkeiten das Zentralproblem der Krise. Die Brückenfunktion von Weiterbildung erweist sich als Legitimationsformel symbolischer Politik. Soziale Probleme werden individualisiert. Bildung wird verkürzt auf Funktionalität für Anpassungsstrategien. Langfristige Alternativen werden durch kurzfristige Krisenbewältigungsstrategien verdrängt." Der Beitrag beschreibt die Dilemmata der Qualifikationspolitik in der Krise. Er nimmt dabei Bezug auf die Erfahrungen aus der Weimarer Republik, die Entwicklung vom AFG über das SGB III zu den Gesetzen für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und benennt abschließend Konsequenzen für die Bildung angesichts der Erwerbslosigkeit. (Hrsg., BIBB-Doku)