Humanvermögensentwicklung in Europa - am Scheideweg
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Abstract
In dem Beitrag werden das Konzept und die Praxis der Humanvermögensentwicklung (Human Resource Development, HRD) aus europäischer Sicht untersucht. Dabei wird die Humanvermögensentwicklung, bei der es speziell um das Lernen sowie um Aus- und Weiterbildungsmassnahmen in Unternehmen geht, in den Kontext der zugrunde liegenden Theorien des "Personalmanagements" gestellt (Humanvermögensmanagement). Es werden zwei Theorien der Humanvermögensentwicklung einander gegenübergestellt, die sich aus zwei verschiedenen Vorstellungen zum Humanvermögensmanagement herleiten. Bei der ersten, die viel mit klassischen europäischen Wertvorstellungen der Industrie- und Arbeitswelt gemein hat, handelt es sich um die "humanistisch- entwicklungsorientierte"Tradition, das damit konkurrierende zweite Modell ist durch eine "instrumental-utilitaristische" Sicht des Humanvermögens gekennzeichnet. In dem Beitrag wird die Schlussfolgerung gezogen, dass die europäischen politischen Entscheidungsträger auf dem Gebiet der Humanvermögensentwicklung gegenwärtig in einer Debatte über diese beiden Ansätze gefangen seien. Europa suche offensichtlich nach Leitlinien für das Humanvermögensmanagement und die Humanvermögensentwicklung, die für jeden Arbeitsplatz das lebenslange Lernen mit dem Ziel des Aufbaus einer starken und nachhaltigen Wirtschaft fördern."(Autorenreferat)