Durchlässigkeit von beruflicher und hochschulischer (Weiter-)Bildung : die Paradoxie von Anspruch und Wirklichkeit aus steuerungstheoretischer Perspektive

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"Im Fokus gegenwärtiger bildungspolitischer Bestrebungen steht neben der Erweiterung der Hochschulzugangsmöglichkeiten auch die Forderung nach der Gleichwertigkeit beruflicher und hochschulischer Bildung. Diese wird gemeinsam mit einem System der Anerkennung sowie Anrechnung erworbener Kompetenzen und Qualifikationen in den jeweiligen Systemen der beruflichen und hochschulischen (Weiter-) Bildung gefordert. Faktisch nehmen derzeit nur wenige beruflich Qualifizierte ein Studium auf. Dies liegt auch daran, dass die Forderungen der Akteure auf den unterschiedlichen bildungspolitischen Ebenen (EU, Bund, Länder, Hochschulen) kaum miteinander vernetzt sind und jeweils partikulare Interessen verfolgen, welche die Durchsetzung der o. g. Forderungen erschweren oder sogar verhindern. In immer differenzierteren politischen Systemen und angesichts zunehmender De-Nationalisierung (durch Europäisierung und Globalisierung) lässt sich eine direkte Steuerung zur Koordination bildungspolitischer Fragen nicht mehr realisieren. Verschiedene Regelungen und Institutionen stehen nicht mehr in einem hierarchischen Verhältnis, sondern sie greifen ineinander. Der Beitrag beschreibt und analysiert die komplexen Koordinationsmechanismen im Kontext der Realisierung von Durchlässig- und Gleichwertigkeit der beruflichen und hochschulischen Bildung aus Perspektive der Governance- Forschung. Der Integrations- und der Fragmentierungsgrad zwischen verschiedenen existierenden Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf Durchlässigkeitsbestrebungen an deutschen Hochschulen bilden den Fokus des Aufsatzes. Ziel ist es, Paradoxien anhand des Governance-Ansatzes zu identifizieren und Konfliktlinien zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu formulieren." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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