Organisationsansätze für ein reformiertes Bildungssystem
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Berlin
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Abstract
Die breit wahrgenommene Krise im Bildungssystem ist einerseits intern produziert durch veraltete Inhalte, überholte Methoden und verwirrende, unübersichtliche Lernwege. Andererseits sind die Probleme im Bildungssystem ursächlich provoziert durch ein Missverhältnis zum Beschäftigungssystem, das sich selbst in einer immer dramatischer werdenden Krise befindet. Der Verfasser zieht daraus den Schluss, dass die Umbrüche des Beschäftigungssystems eine Reorganisation des Bildungssystems erfordern. Er stellt fest, das Verhältnis von Lern- und Arbeitszeiten werde sowohl gesellschaftlich als auch in der individuellen Biographie neu bestimmt. In der Berufsbildung verschiebe sich das Verhältnis von dualer und schulischer Ausbildung, die Rolle der Hochschulen bezogen auf den Arbeitsmarkt werde neu bestimmt und insgesamt wachse das Gewicht der Weiterbildung. Der Verfasser fordert, um der grundlegenden Dynamisierung dieser Rahmenbedingungen entsprechen zu können, eine stärkere Flexibilisierung der Bildungswege. Die Diskussion um Modularisierung, Curricula und Zertifikate könne genutzt werden, um Bewegung in die verhärteten Strukturen zu bringen. Als Vision entwirft er ein gestaltungsbezogenes, personenorientiertes Bildungssystem. (BIBB2)