Bedingungen und Anpassungsprozesse bei erwartungswidrigen Bildungsverläufen
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132304
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Abstract
Im Beitrag werden abhängig von verschiedenen Ausbildungsniveaus normative und erwartungswidrige Muster von Übergängen unterschieden und Bedingungen und Folgen dieser Übergangsmuster bestimmt. Es handelt sich um erwartungswidrige Übergänge in das Sekundär- und Tertiärsystem in der Schweiz, bei denen das Anspruchsniveau des nachfolgend besuchten Systems unter dem normativ erwartbaren vorausgegangenen liegt. Im Fokus steht der Übergang in die Sekundarstufe II sowie der Übergang vom Gymnasium (höheres Schulniveau) bzw. der Fachmittelschule (tieferes Schulniveau) in die Tertiärstufe. In der Sekundarstufe II ist die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Schultypen wie Gymnasium, Vollzeitberufsschule, duale Berufsbildung gering. 27 Prozent der Jugendlichen treten in ein Gymnasium oder in eine Fachmittelschule ein, 49 Prozent wechseln in einen von 300 Berufen der dualen Berufsbildung. 20 Prozent belegen ein schulisches oder berufliches Brückenangebot und 4 Prozent befinden sich bereits im Erwerbsleben. Es wird das Fazit gezogen, dass auch in der Schweiz grundsätzlich eine Öffnung der Bildungssysteme und eine Vervielfältigung von Bildungsverläufen festzustellen ist. Allerdings sind die Bildungsverläufe von der Primarschule in die tertiäre Bildung in verschiedene Schul- bzw. Ausbildungsniveaus strukturiert, welche nur wenig durchlässig sind. (BIBB-Doku)