Fremdsprachenkenntnisse als wichtige Zusatzqualifikation im Dienstleistungssektor
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Abstract
Dargestellt werden Ergebnisse einer Erhebung zur Fremdsprachennutzung am Arbeitsplatz in der EU. Grundlage ist die Datenbasis des Europäischen Haushaltspanels (ECHP) und des Sozioökonomischen Panels (SOEP) aus dem Erhebungsjahr 2000. "Nach diesen Daten benötigt im Durchschnitt etwa jeder fünfte Erwerbstätige in Europa eine Fremdsprache am Arbeitsplatz. Bei den ausländischen Erwerbstätigen mit der Nationalität eines der Mitgliedstaaten sind es fast zwei Drittel. Die Fremdsprachennutzung beschränkt sich heute nicht mehr allein auf Führungskräfte, Ingenieure und Wissenschaftler, sondern wird auch von den kaufmännischen Fachkräften erwartet. Besondere Bedeutung hat sie im Bereich der Dienstleistungen, wo die Sprache des Kunden gesprochen werden sollte. In der Gastronomie bzw. im Hotelbereich geben überdurchschnittlich viele Arbeitnehmer an, eine Fremdsprache am Arbeitsplatz zu nutzen (28 Prozent); im gesamten Dienstleistungssektor sind es 24 Prozent. Hier ist auch der Anteil der Erwerbstätigen mit einem niedrigen Bildungsniveau hoch. Es zeigt sich, dass Fremdsprachenkenntnisse auch für Niedrigqualifizierte eine wichtige Zusatzqualifikation sind, die vor Arbeitslosigkeit schützt. Umgekehrt können fehlende Fremdsprachenkenntnisse auch im Niedrigeinkommensbereich eine Barriere für die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit darstellen." (BIBB2)