Erleichtern berufliche Vollzeitschulen vor der betrieblichen Berufsausbildung die Hürde der zweiten Schwelle? : Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung bei erfolgreichen Absolventen einer betrieblichen Ausbildung
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122590
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Abstract
Seit Mitte der siebziger Jahre wurde das berufliche Schulsystem in erheblichem Umfang ausgebaut. Für die jungen Frauen und Männer, die 1980 oder 1981 die allgemeine Schule verliessen, stellte dieses erweiterte Angebot eine zusätzliche Möglichkeit zur Ergänzung einer betrieblichen Berufsausbildung dar, vor allem angesichts des Mangels an Ausbildungsplätzen. Ein Drittel der befragten Absolventen einer betrieblichen Berufsausbildung hatte ein solches Angebot vor ihrer Ausbildung in Anspruch genommen. Von besonderer quantitativer Bedeutung waren dabei Bildungsgänge an Berufsfachschulen (ein- oder mehrjährig, einschliesslich der höheren Handelsschule) und das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Die Befragungsergebnisse machen deutlich, dass der Besuch einer beruflichen Schule vor der Berufsausbildung keine bessere berufliche Eingliederung vermittelt. Weder bei der Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb noch bei der faktischen beruflichen Eingliederung - sechs Monate nach Ausbildungsabschluss beobachtet - zeigten sich Unterschiede, die diese These stützen. (IAB2)