Kompetenzmodellierung und kompetenzorientierte Prüfungen - Zur Frage der Substanz und der Komponenten von Kompetenz
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Abstract
Ausgehend von einer Kritik an herkömmlichen Verhaltensweisen zur Kompetenzbestimmung und -differenzierung entwickeln die Autoren Perspektiven zur substanziellen Erfassung von kognitiven Kompetenzen: eine struktur- und eine prozessbezogene. Der Beitrag fokussiert auf den Kompetenzbegriff im prozessualen Sinne. Auf Basis einer inferenziellen Wissenstheorie werden drei unterschiedliche "logische" Schlussformen, sog. Inferenzen, identifiziert, die es insbesondere erlauben, kognitive Aspekte situationsbezogener Aktivierung und Anwendung von (Fach-)Wissen abzubilden. Der vorgestellte inferenzielle Ansatz könnte sich für die systematische Konstruktion 'echter' Situationsaufgaben als fruchtbar erweisen, wie anhand eines Beispiels aus einer Prüfung für Bankkaufleute gezeigt wird. ( BIBB-Doku)