Implementation didaktischer Innovationen - Erkenntnisgewinnung im Anwendungskontext
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Stuttgart
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Abstract
Didaktische Theorien werden bei der Umsetzung didaktischer Innovationen in der Berufsbildungspraxis nur unzureichend angewandt. Der Autor betrachtet das Theorie-Praxis-Problem aus der Sicht der Implementation didaktischer Innovationen. Er fordert einen Perspektivenwechsel, indem er die Vorstellung eines Transfers im Sinne eines Übertragungsaktes von Erkenntnissen aus der Theorie in die Schulpraxis ablehnt. Statt dessen versteht er die Nutzung didaktischer Theorien durch die Praxis als einen aktiven Prozess der Theorieverwender, bei dem der Diskurs zwischen dem Theoretiker (Entwickler) und dem Praktiker (Rezipient) eine entscheidende Rolle spielt. Mit dieser Umschreibung löst er sich von der Modus 1- Forschung (Grundlagenforschung - Anwendungsorientierte Forschung - Berufsbildungspraxis) und empfiehlt die Modus 2- Forschung, bei der die Wissensproduktion bewusst durch beständige Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen zwischen Grundlagen und Anwendung forciert wird, wodurch die Grenzen zwischen Theorie und Praxis verwischt werden. Der Forschungsansatz lässt sich als situierter Forschungsansatz einordnen. Mit seinem Forschungsvorhaben will der Autor einen konzeptionellen Beitrag zu einer Theorie der Implementationen leisten und die Erkenntnisse am Beispiel der Implementation von Lernfeldern spezifizieren. Die Überlegungen wurden in einem Modellversuch zu lernfeldorientierten Curricula an zehn Berufsschulen umgesetzt. (BIBB2)