Berufsausbildung für Europas Jugend - Länderbericht Polen : Studie
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173775
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Köln
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Abstract
Im Zuge der Bildungsreform 2012 wurden in Polen zahlreiche Beschlüsse zur Flexibilisierung und Regionalisierung der beruflichen Bildung gefasst. Damit will man einerseits die Passgenauigkeit von Ausbildung und regionalem Arbeitsmarkt stärken und andererseits schneller auf geänderte Rahmenbedingungen reagieren. Polen zählt zu den Ländern, die parallel duale und vollzeitschulische Berufsausbildungsgänge aufweisen, d. h. zahlreiche Berufe können sowohl vollzeitschulisch als auch dual erlernt werden, wobei die vollzeitschulischen Berufsausbildungsgänge mit einem Praxisanteil von 50 (Technikum) bzw. 60 Prozent (Berufsgrundschule) deutlich höhere Werte verzeichnen als in vielen anderen Ländern. Die Berufsausbildung in Polen genießt eine geringe gesellschaftliche Akzeptanz, was u.a. auf auf eine kaum vorhandene bzw. wenig strukturierte Berufsberatung zurückgeführt wird. Die Verbesserung der Berufsberatung zählt deshalb gegenwärtig zu den wichtigsten bildungspolitischen Weichenstellungen. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über das Berufsbildungssystem Polens. Er skizziert die historische Entwicklung und die aktuelle Situation der Berufsbildung, beleuchtet die Rolle verschiedener Akteure und gibt einen Einblick im Hinblick auf Struktur, Rahmenbedingungen, Organisation und Qualitätssicherung der polnischen Berufsbildung. (BIBB-Doku)