Work values of youth : effects of sex or sex role typing?
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Abstract
Auf der Basis einer Befragung von 192 Schülern und 292 Schülerinnen wird der Einfluss der Geschlechtsrollenprägung auf berufliche Wertvorstellungen untersucht. Eine Voruntersuchung ergab, dass weniger als 50 Prozent der Mädchen und der Jungen auf männliche und weibliche Geschlechtsrollen geprägt waren. Die Geschlechtsrollenprägung beeinflusste das Verhältnis von Geschlecht und der Vorliebe zu sozial orientierten beruflichen Werten. Sowohl die weiblich geprägten als auch die androgynen Typen zeigten eine starke Vorliebe zu sozialorientierten beruflichen Werten. Das Geschlecht hatte einen direkten Einfluss allein auf zwei Werte: Unabhängigkeit und Freizeit. Im Unterschied zu den traditionellen Geschlechtsrollenstereotypen zeigten die Mädchen eine stärkere Vorliebe für Unabhängigkeit und eine schwächere Vorliebe für Freizeit als die Jungen. Bei sechs anderen Werten - Humanität, Gruppenorientierung, industrielle Demokratie, Aktivität, Einkommen, Altruismus - zeigten Mädchen und Jungen tendenziell ähnliche Vorlieben. (IAB)