Berufliche Bildung in den Vereinigten Staaten von Amerika: Das Beispiel Wisconsin
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Abstract
Das amerikanische Bildungssystem zeichnet sich, da keine nationale Rahmengesetzgebung existiert, durch eine große Gestaltungsfreiheit und demzufolge durch ein differenziertes System aus. Der Beitrag stellt exemplarisch das Berufsbildungssystem des Staates Wisconsin vor, wobei auch auf die Frage nach der Wirksamkeit der beruflichen Bildungsmaßnahmen eingegangen wird. In Wisconsin unterscheidet man zwei Ebenen der beruflichen Bildung: die berufsbezogenen Maßnahmen im Rahmen der Primar- und Sekundarstufe (career and technical education) und die postsekundare Berufsbildung im Anschluss an die high school (postsecundary vocational education). Die Maßnahmen in der Primar- und Sekundarstufe sind in erster Linie auf die Berufsvorbereitung orientiert, während sich die postsekundäre Form auf die berufliche Bildung in Form von Lehrlingsausbildungen (apprenticeships) oder Programme an einer Fachhochschule (technical college) bezieht. Die Lehrlingsausbildung, die in Kooperation mit dem Arbeits- und Beschäftigungsministerium durchgeführt wird, verbindet Lernen am Arbeitsplatz mit schulischem Unterricht. Getragen wird das Programm von Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden, angeboten wird diese Ausbildungsform im Baugewerbe, dem Produktions- und dem Dienstleistungssektor. (BIBB)