Bildungsgänge des Übergangssystems - Wartesaal des Berufsbildungssystems oder Orte der Chancenverbesserung?
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Abstract
Die Autoren setzen sich kritisch mit der Behandlung des Übergangssystems in den Nationalen Bildungsberichten auseinander. Ihr zentraler Kritikpunkt ist, dass eine differenzierte Betrachtung der verschiedenen Bildungsgänge des Übergangssystems nicht stattfindet. Der Erwerb höherwertiger allgemein bildender Abschlüsse im Übergangssystem werde ignoriert und in der Fachdiskussion fortgeschrieben und das Übergangssystem als Wartesaal des regulären Ausbildungssystems behandelt. "Thema des Beitrags ist das von den Nationalen Bildungsberichten prominent in die bildungspolitische Debatte eingebrachte Konzept des Übergangssystems als 'dritter Sektor des Berufsausbildungssystems'. Die Tragfähigkeit dieses Konzepts wird anhand von Längsschnittdaten überprüft , und seine Konsequenzen für berufsbildungspolitische Reforminitiativen werden analysiert. Es zeigt sich, dass das von den Bildungsberichten ausgehende Verständnis des Übergangssystems als Wartesaal des Berufsbildungssystems eine differenzierte Betrachtung der Wirkungen einzelner dem Übergangssystem zugerechneter Bildungsgänge behindert und deren allgemein bildende Funktion, nämlich die Kompensation von Defiziten im selektiven allgemeinbildenden Schulsystem, unterschätzt wird. Dieser Mangel an Differenzierung und die Vernachlässigung der allgemeinbildenden Funktionen werden in Reforminitiativen fortgeschrieben, die an das Konzept des Übergangssystems anknüpfen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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