Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschule - Vom Besonderheitenmythos zur beruflichen Kompetenz
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Abstract
Nach jahrelanger Randständigkeit ist die Frage der Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung und Hochschule wieder zu einem prominenten bildungspolitischen Thema in Deutschland geworden und wird gegenwärtig in verschiedenen Varianten diskutiert: Hochschulzugang für Berufstätige ohne Abitur, Anrechnung von beruflich erworbenen Kompetenzen, Studienorganisation. Der Beitrag befasst sich mit der bildungspolitisch lange strittigen Frage nach der Öffnung des Hochschulzugangs. Er fragt nach den Anlässen und Kontexten, die den Meinungsumschwung herbeigeführt haben und zeichnet die historische Entwicklung des Themas Durchlässigkeit, die in den 20iger Jahren mit ersten Maßnahmen einsetzt, und den Paradigmenwechsel nach. Die Regelungen und Zulassungsverfahren werden erörtert und empirische Befunde und Erkenntnisse zu Teilnahme und Teilnehmern diskutiert. Mechanismen der Selbstselektion, institutionelle und systemische Bedingungen tragen dazu bei, dass die Nachfrage bzw. die Inanspruchnahme solcher Zugangsmöglichkeiten bislang bescheiden geblieben ist. Einige der institutionellen und systemischen Ursachen, die zugleich Richtung und Perspektiven bildungspolitischer Reform- und Gestaltungsansätze weisen, werden abschließend dargestellt. (BIBB-Doku)