Vermittlungs- und Bildungspraxis der Arbeitsverwaltung : Widersprüche zu Habitus und Berufsbiographien
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178602
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Abstract
Die Autorin untersucht die Auswirkungen der Einführung der Neuen Steuerungsmodelle nach den Harz-Reformen auf Weiterbildungsteilnehmende und die sich dadurch geänderte Vermittlungs- und Weiterbildungspraxis der Bundesagentur für Arbeit sowie der Jobcenter. Dabei bezieht sie sich auf die Ergebnisse der Studie "Gesellschaftsbild und Weiterbildung" (Uni Duisburg-Essen in Kooperation mit der Uni Hamburg) durgeführt wurde sowie auf eigene Zusatzanalysen. In Bezug zu diesen Ergebnissen setzt Teiwes-Kügler das Habitus-Konzept Pierre Bourdieus und das des sozialen Milieus von Michael Vester. Sie kommt u. a. zum Schluss, dass die Vergabepraxis durch die Arbeitsverwalter belastend ist, die Förderung vor allem für Menschen mit bestehendem Bildungskapital eingesetzt wird und kaum Zugang für bildungsferne Gruppen besteht. Dies führe zu Unzufriedenheit, da auch Bildungs- und Berufsstrategien der Leistungsbeziehenden nicht berücksichtigt würden. Sie verweist darauf, dass "die Sensibilisierung für den Habitus der eigenen Klientel [...] inzwischen zum Eingang habitussensibler Konzepte in [der] Hochschulberatung [...]" geführt hat. Zudem befürwortet sie den Einsatz von zweijährigen berufsqualifizierenden Bildungsmaßnahmen, das diese bessere Berufsperspektiven nach sich ziehen. (BIBB-Doku)