Fach- und Führungsnachwuchs finden und fördern

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Schäffer-Poeschel

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Stuttgart

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Abstract

"Der erste Teil beginnt mit einem Überblick von Rosenstiel bei dem sowohl die Seite des Individuums wie auch die der Organisation berücksichtigt wird. Nerdinger entwirft ein theoretisches Modell für berufliche Selbstselektionsprozesse. Windolf und von Eckardstein/Maierhofer zeigen grundlegende Variablen des Individuums, von denen bereits die Wahl des Studiums und der Studienerfolg abhängen und die die weiteren Selektionsprozesse beeinflussen. Schuler zeigt mit seinem Modell des multimodalen Einstellungsinterviews eine Auswahlmethode, die die Validität des Einstellungsinterviews in bedeutendem Ausmass verbessern kann. Neuberger plädiert für eine mikropolitische Betrachtungsweise der Einarbeitungsphase, die die scheinbare Rationalität des organisationalen und individuellen Handelns kritisch hinterfragt und den Blick auf das 'Verdeckte' und Irrationale lenkt. Udris/Rimann zeigen am Beispiel von Ingenieuren einen grundlegenden Konflikt zwischen individuellen Werten und Zielen der Organisation auf. Dem gesellschaftlichen Umbruch in den neuen Bundesländern und seinen Auswirkungen auf die Fach- und Führungskräfte geht Baethge in seinem Beitrag nach. Im zweiten Teil werden die Problembereiche aus der Sicht von Forschung und Praxis in drei Schwerpunktthemen vertieft. -Selbst- und Fremdselektion von Hochschulabsolventen: Die drei Beiträge aus der Forschung thematisieren selbstselektionsrelevante Variable des Individuums: den Einfluss von Selbstwirksamkeitserwartungen auf den Selektionsprozess stellt Spaier dar. Kaschube berichtet über die Erwartungen von Hochschulabsolventen an ihre erste Stelle und über das Ausmass, in dem diese Erwartungen realisiert werden konnten. Lang zeigt in seinem Beitrag Einflussfaktoren auf das Finden der Wunschstelle und Folgen beruflicher Selbstselektion für Einstellungen zur Arbeit auf. Aus der Perspektive der Fremdselektion berichten Heinisch und Brüsewitz über die Auswahl von Hochschulabsolventen bei einem Automobilhersteller. -Einarbeitung und erste Berufserfahrung von Hochschulabsolventen: Forschungsergebnisse zur Interaktion von Organisation und Individuum stellen den Fokus der drei wissenschaftlichen Beiträge dar. Rimann/Udris weisen die zentrale Bedeutung von Wertorientierungen für das berufliche Selbstbild von Ingenieuren nach. Wittmann informiert über die Auswirkungen von Informationen über die Arbeitsstelle auf Einstellungen zur Arbeit. Maier/Spiess zeigen, dass Unterstützungsmassnahmen der Organisation in ganz unterschiedlicher Weise von den Personen als Hilfe erlebt werden. Aus der Praxis berichten Gogoll und Süss/ Harst, wie verschiedene Unternehmen den individuellen Wünschen und Aktivitäten der Neueinsteiger Rechnung zu tragen versuchen. -Der Berufseinstieg in den alten und neuen Bundesländern im Vergleich: Den Einfluss der Arbeitsmarktsituation und der Personalpolitik ostdeutscher Unternehmen auf die Nachwuchsentwicklung zeigt Ladensack. Die Subjektseite wird in den Beiträgen von Rappensperger und Zwarg thematisiert, die eine tiefgreifende Verunsicherung bei den Hochschulabsolventen in den neuen Bundesländern feststellen. Fröhlich geht aus einer Praxisperspektive der Frage nach, ob in den neuen Bundesländern eher 'Ossis' oder 'Wessis' als Führungsnachwuchskräfte Erfolg haben können. Heyse vergleicht die Auswirkungen des Systemumbruchs in den neuen Bundesländern und in Russland auf die Orientierungen und die Weiterbildung von Führungskräften." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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