Und am Schluss auch noch Latein? : 30 Jahre Schlüsselqualifikationen
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Abstract
Der Begriff "Schlüsselqualifikation" wurde vor 30 Jahren vom damaligen Leiter des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Dieter Mertens, geprägt. Darunter wurde ursprünglich die Fähigkeit verstanden, im Rahmen des technologischen Wandels neue Arbeitsanforderungen zu bewältigen. Das Konzept der Schlüsselqualifikationen stiess auf unerwartet breite Zustimmung. Wenngleich in der Folge als zu vieldeutig und ehrgeizig, hat sich der klassische Anspruch Mertens, Allgemeinbildung und Berufsbildung zu verschränken, im Begriff Schlüsselqualifikationen erfolgreich etabliert. Die neueren Ansätze, berufliche Bildung über vorab definierte Teilkompetenzen zu bestimmen und zu prüfen, werden die Debatte um Schlüsselqualifikationen auch künftig beleben. International setzte sich in den letzten Jahren ein Verständnis von Schlüsselqualifikationen durch, das "key kompetences" als messbare Grössen operationalisiert. Schlüsselkompetenzen werden als Fähigkeiten bestimmt, komplexe Anforderungen erfolgreich zu bewältigen. Nicht Schulleistungen werden getestet, sondern Aufgaben des Erfassens, Verstehens und Nachdenkens von Anforderungen. (BIBB2)