Organisatorischer Wandel in der Arbeitswelt als Herausforderung für die Curriculumentwicklung von berufsbegleitenden, wissenschaftlichen Weiterbildungsprogrammen
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Abstract
In jüngster Zeit wird die Wirksamkeit von Kompetenzentwicklungsmaßnahmen verstärkt in Frage gestellt. Dies hat zur Folge, dass Kompetenzentwicklung zunehmend unter Legitimationsdruck gerät und die Gefahr besteht, dass nach vordergründigen Kriterien zur Evaluation der Kompetenzentwicklung gesucht wird. Vor diesem Hintergrund gewinnt die empirische Begründung von Zielen und Inhalten von Kompetenzentwicklungsprogrammen an Bedeutung. Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit der Evaluationsproblematik sind die Erwartungen, die in der Kompetenzentwicklungsforschung an die Kompetenzentwicklung gerichtet werden. Der Beitrag konzentiert sich exemplarisch auf drei der am häufigsten genannten Erwartungsbündel: Orientierung an den Motiven der Teilnehmer, Verbesserung ihrer beruflichen Perpsektive und Passung an ihre jeweilige Erwerbsbiographie. Ebenfalls untersucht wird, welche Rolle das Zusammenspiel zwischen Selbst- und Fremdevaluation hat. Um Klarheit zu gewinnen, hat das Institut für Arbeitswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum eine empirische Studie zu diesen Themen durchgeführt, deren Ergebnisse im Beitrag vorgestellt werden. Evaluiert wurde ein berufsbegleitendes Kompetenzentwicklungsprogramm für Fach- und Führungskräfte aus der mittleren Managementebene. (BIBB-Doku)