Gruppenarbeit: Konzept und Realität. Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung
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Abstract
Gruppenarbeit steht nach wie vor im Mittelpunkt der Diskussion, wenn es um neue Produktionskonzepte geht. Allerdings mehren sich skeptische Stimmen, die sowohl die produktiven wie auch die humanisierungspolitischen Potenziale von Gruppenarbeit bezweifeln. Eine vom Institut für Arbeit und Technik (IAT), Gelsenkirchen, durchgeführte repräsentative Befragung von Beschäftigten gibt Aufschluss, wie sich die Verbreitung von Gruppenarbeit in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Auswirkungen unterschiedliche Formen der Arbeitsorganisation auf die Arbeitssituation der Beschäftigten haben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eine zunehmende Verbreitung von Gruppenarbeit. Von 1993 bis 1998 ist die Zahl der Gruppenarbeiter um mehr als zwei Drittel gestiegen, so dass fast 12 Prozent aller Beschäftigten in Gruppen tätig ist, jedoch in Gruppen, in denen die Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Arbeit sehr eingeschränkt sind. Der Zuwachs von weitgehend selbstbestimmten Formen der Gruppenarbeit, in denen die Potentiale der Beschäftigten umfassend genutzt werden, ist hingegen eher niedrig. (BIBB2)