Grenzen einer arbeits- und geschäftsprozessorientierten Berufsbildungsdidaktik vor dem Hintergrund der Veränderungen in der Arbeitswelt: Skizze einer Berufsbildungsdidaktik 4.0

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Abstract

„Seit der arbeitsorientierten Wende haben sich in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik arbeits- und geschäftsprozessorientierte Didaktiken etabliert. Der Beitrag geht der Frage nach, ob diese angesichts einer volatilen, komplexen und von Ambiguität geprägten Arbeitswelt in Zukunft noch ausreichend sind und wie sie ggf. weiterentwickelt werden müssten. Die Autorin erarbeitet zunächst basierend auf Befunden zur Zukunft der Arbeit Anforderungen an eine künftige Berufsbildungsdidaktik. Vor diesem Hintergrund zeigt sie Grenzen arbeits- und geschäftsprozessorientierter Didaktiken auf, die insbesondere in der Vernachlässigung des Persönlichkeitsprinzips und unzureichender Flexibilität liegen. Anhand aktueller Lösungsansätze aus Arbeitspsychologie und -soziologie, Betriebswirtschaft sowie der Berufs- und Wirtschaftspädagogik wird deutlich, dass gerade dem subjektiven Handlungspotenzial der Beschäftigten in Zukunft eine zentrale Rolle zukommt. Die Autorin skizziert abschließend mögliche Grundzüge einer dynamischen, subjektzentrierten Didaktik, die Arbeits- und Geschäftsprozesse als Medium der beruflichen Identitätsentwicklung der Lernenden begreift.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)
„Since the work-based paradigm shift didactics based on work and business processes have been established in VET. This paper explores the question if these didactics are still sufficient in a volatile, uncertain, complex and ambiguous world of work and how they may be developed further. Based on evidence about the future of work the author first compiles requirements of future VET didactics. Against this background she identifies limitations of current work and business process-based didactics – notably a lack of learner centricity and flexibility. Subsequently, she presents concepts from work psychology and sociology, business administration and VET pedagogics which aim to meet these demands. They all assume that employees‘ subjective agency will be key to flexibility and innovation. Finally, the author outlines possible main features of dynamic learner-centred didactics which consider work and business processes as medium of learners’ vocational identity development.“ (author’s abstract; BIBB-Doku)

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