Eine strukturelle Bildungsreform ist Voraussetzung für die soziale und ökonomische Entwicklung
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124220
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Abstract
"Zwei Sachverhalte scheinen in weiten Bereichen der politischen Eliten unbestritten. Erstens, das deutsche Bildungssystem leidet wie kaum ein anderes an erheblichen Qualitätsmängeln. Zweitens, Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik stagnieren verursacht durch einen eklatanten Mangel an Innovationsfähigkeit. Soweit der Common Sense. Die in diesem Beitrag verfolgte These ist, dass zwischen beiden Sachverhalten ein enger Zusammenhang besteht. Jedoch bedarf es der Parteilichkeit und Zuspitzung. Denn die Qualität der Bildung hat zentral damit zu tun, welche Chancen sie wem gewährt. Und Innovationsfähigkeit ist mehr als das Verlangen, Kosten zu senken und Produktion zu verlagern. In einem Innovationsverständnis, dass technische, wirtschaftliche und soziale Faktoren bündelt, kommen Bildung und Chancengleichheit zentrale Bedeutung zu. Die Innovationsfähigkeit, so unsere Zuspitzung, ist [davon] abhängig, ob eine Gesellschaft ihre Wissenspotenziale mobilisieren kann. Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit ist damit ein Resultat der Bildungsgerechtigkeit." (Autorenreferat, BIBB-Doku)