Die Lebenswirklichkeit behinderter Mädchen und Frauen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Arbeitssituation
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108267
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Würzburg
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Abstract
Ausgehend von den Strukturen der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung als Grundlage der gesellschaftlichen Lage aller Frauen und einem um geschlechtsspezifische Aspekte erweiterten Behindertenbegriff werden verschiedene Stationen des Lebensweges behinderter Mädchen und Frauen betrachtet: Sozialisation, Schule, Ausbildung und Beruf. Dabei wird von der These ausgegangen, dass dieselbe Behinderung Jungen und Mädchen unterschiedlich behindern kann. Im letzten Teil werden in Gesprächen mit drei behinderten Frauen die subjektiven Erfahrungen erfasst. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass behinderte Frauen auf dem Arbeitsmarkt gegenüber nichtbehinderten Frauen und behinderten Männern benachteiligt sind, wobei die Diskriminierung schon bei der Ausbildung beginnt: "Frauen werden auf die Ausbildungsgänge verwiesen, in denen ihnen eine schlechtere Ausbildung und somit schlechtere Arbeitsmarktchancen gegeben sind. Die 'Alternativrolle Hausfrau', die die Verdrängung von Frauen im Erwerbsleben legitimiert, bietet sich für viele behinderte Frauen nicht." (IAB2)