Berufsbildungsbericht 2021
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186097
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Deutschland / Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Bonn
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Abstract
"Die Anfängerzahl in der Berufsausbildung sank 2020 deutlich um 40.700 bzw. 5,6 %. Innerhalb dieses Sektors ergab sich für schulische Ausbildungsgänge in Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens ein Anstieg. Die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger in der dualen Berufsausbildung hingegen ging zurück. Auch die Sektoren Übergangsbereich und Studium hatten 2020 Rückgänge zu verbuchen. Für den Sektor Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung zeigten sich Zuwächse. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im Jahr 2020 um 11,0 % auf 467.500 gesunken. Rückgange ergaben sich in nahezu allen Zuständigkeitsbereichen. Insbesondere Industrie und Handel sowie die Hauswirtschaft waren merklich betroffen. Einzig im Bereich der Landwirtschaft konnte ein geringfügiger Anstieg verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ausbildungsstellenangebot um 8,8 % auf 527.400 verringert. Auch für die Nachfrage nach Ausbildung war im Jahr 2020 ein Rückgang zu verzeichnen. Die Nachfrage nach traditioneller Definition sank um 9,6 % auf 496.800. Unter Einbezug der Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative ging die erweiterte Nachfrage um 8,9 % auf 545.700 zurück. Bei den nahezu parallelen Rückgängen von Angebot und Nachfrage verbinden sich langfristige Trends mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ende September 2020 standen den 59.900 unbesetzten Ausbildungsstellen (+12,8 %) 29.300 gänzlich unversorgte Bewerberinnen und Bewerber (+19,7 %) gegenüber. So ist sowohl der Anteil der unbesetzten Stellen am betrieblichen Angebot als auch der Anteil noch suchenden Bewerberinnen und Bewerber an der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dabei zeigen sich weiterhin regionale sowie berufsbezogene Unterschiede. Insgesamt ist im Berichtsjahr 2019 die Zahl der ausbildenden Betriebe leicht zurückgegangen (-1.500 bzw. -0,4 %). Dabei ist der reduzierte Bestand an Ausbildungsbetrieben vollständig auf einen Rückgang an ausbildenden Kleinstbetrieben zurückzuführen (-4.800 bzw. -2,5 %). Diese Entwicklung korrespondiert mit den Schwierigkeiten von Kleinstbetrieben bei der Besetzung von Ausbildungsstellen." (Hrsg.; BIBB-Doku)