Berufsausbildung im Schichtsystem : Auswirkungen auf Gesundheit und Lernverhalten Jugendlicher
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128432
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Wirtschaftsverl. NW
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Bremerhaven
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Abstract
In der vorliegenden Studie wurden Auszubildende der AUDI AG, die in einem Schichtarbeitszeitmodell ohne Nachtarbeit ausgebildet werden, auf eventuelle negative gesundheitliche Effekte untersucht. Es wurden der erste Ausbildungsjahrgang mit neuer und der letzte Jahrgang mit alter Zeitregelung über einen Zeitraum von zwei Jahren verglichen. Aus arbeitsmedizinischer Sicht sollte geklärt werden, ob sich durch eine Ausbildung im Zweischichtsystem mit den daraus resultierenden verlängerten Arbeitszeiten negative Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden, Sozialverhalten und die Arbeitsproduktivität der Jugendlichen ergeben. Die Untersuchung erfolgte im Vergleich mit einer Kontrollgruppe, die im herkömmlichen Ausbildungssystem (ohne Schichten) ihre Ausbildung absolvierte. Für eventuelle im Laufe der Interventionsmaßnahmen erkennbare gesundheitliche Defizite sollten geeignete Maßnahmen entwickelt und erprobt werden. In drei Untersuchungen wurden u.a. Body-Maß-Index, Gewicht, Größe, Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, Lipidstatus, Cotinin, CDT, Herzfrequenzvariabilität, Gesundheitsverhalten, psychische Gesamtverfassung, Depressionsneigung und Allgemeinbefinden erfasst. Aus den Ergebnissen kann nicht auf eine gesundheitsschädigende Wirkung des eingeführten Ausbildungsschichtsystems geschlossen werden. Negative Einflüsse auf das Sozialverhalten der Jugendlichen, ihr Suchtverhalten und ihre allgemeine psychische Grundstimmung sowie den Stoffwechsel der Probanden wurden nicht festgestellt. Einzige deutliche Veränderung im Gesundheitsverhalten war ein Rückgang der sportlichen Betätigung. (BIBB2)