Arbeitsmarktkompetenzen in Ostdeutschland - nicht vorhanden oder nicht gefragt?

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Die schwierige Arbeitsmarkt- und Wirtschaftssituation in Ostdeutschland wird häufig darauf zurückgeführt, dass die Erwerbstätigen in der DDR nicht die Qualifikationen und Fähigkeiten entwickeln konnten, die in einem marktwirtschaftlichen Umfeld benötigt werden. Der Beitrag zeigt jedoch, dass auch ostdeutsche Beschäftigte, deren DDR- Berufsbiographien durch Selbstbestimmung und Eigeninitiative geprägt waren, nach der Wende nicht bessere Beschäftigungsaussichten hatten. Das spricht dafür, dass sich vorhandene Leistungspotentiale im Verlauf der Transformation zu wenig entfalten konnten. Der Beitrag beruht auf Auswertungen der Ostdeutschen Lebensverlaufsstudie am Max- Planck- Institut für Bildungsforschung. Analysiert wurden Lebensverlaufsdaten von ehemaligen DDR-Bürgern, die um 1940, 1950 und 1960 geboren wurden und 1989 etwa 29, 39 und 49 Jahre alt waren. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die beruflichen Kompetenzen und Mobilitätserfahrungen in der DDR, die Arbeitsmarktmobilität während der Transformation und schliesslich die Mobilitätskompetenzen und Erwerbschancen in der Nachwendezeit. Gefragt wird nach den mitgebrachten Kompetenzen und Mobilitätserfahrungen, dem Ausmass von Arbeitsplatz-, Betriebs- und Berufswechseln sowie nach Arbeitslosigkeitserfahrungen bei ostdeutschen Erwerbspersonen nach der Wende und inwiefern berufliche Erfolge und Misserfolge nach 1989 von Mobilitätserfahrungen, beruflicher Eigeninitiative und beruflichen Netzwerken aus DDR- Zeiten abhingen. (BIBB2)

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