Der lange bildungspolitische Weg zu Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit - Hypothek des Deutschen Qualifikationsrahmens
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Abstract
"Wie die meisten bildungspolitischen Reformvorhaben sind Konzeption und Entwicklung des DQR mit interessenpolitich bedingten Differenzen bei der Formulierung seiner Inhalte und Ziele sowie mit Unklarheiten der Einführung verbunden. Im Beitrag wird gezeigt, dass der Umsetzung des DQR die historische Hypothek der Bildungsungleichheit und der Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung gegenübersteht. Ausgehend von der Berechtigungspolitik im 18./19. Jahrhundert, über die Bildungsexpansion Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wird gezeigt, dass Forderungen nach offenen Bildungswegen bereits früh interessenpolitische ausgebremst wurden. Erst seit der Bildungsreform der 1960 Jahre ergeben sich bildungspolitische und praktische Konsequenzen aus den Forderungen nach Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit, die jedoch in langwierigen Debatten ausgelegt und durchgesetzt werden müssen. Am Ende des Beitrags steht die Frage, inwieweit der DQR einen Beitrag dazu leisten kann, die bildungspolitischen Ziele zu erreichen." (Textauszug, BIBB-Doku)