Identitätsorientierte Berufswahlforschung und Berufsberatung : ein Tagungskommentar : Berufswahl. Sozialisations- und Selektionsprozesse an der ersten Schwelle (1995, Nürnberg)
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Nürnberg
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Abstract
"Das Verhalten, die Entscheidung, die Orientierung und Urteile von Berufswählern erscheinen oft als widersprüchlich, irrational und defizitär, wenn man die Jugendlichen an einem von aussen an sie herangetragenen, normativen Modell rationalen Entscheidungsverhaltens misst. Es wird gezeigt, wie sich derartige Inkonsistenzen aus der Perspektive einer identitätsorientierten Berufswahlforschung auflösen. Eine identitätsorientierte Berufsberatung respektiert die jeweiligen Identitätsentwürfe der Jugendlichen und vermeidet so mögliche Fehlinterpretationen, Missverständnisse und Widerstände in der Beratung. Sie ist zugleich Hilfe für die Jugendlichen im Umgang mit ihren Identitätsproblemen. Die häufigste Thematisierung der Arbeitswelt während der Schulzeit lässt die Jugendlichen mangels Beurteilungskriterien in dem Glauben, gut informiert zu sein. Oft ist dies aber nicht der Fall. Berufsorientierung- und beratung könnten noch aktiver an der Behebung schulischer Defizite in der Berufswahlvorbereitung mitwirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)