Die Kompetenz des homo oeconomicus

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Abstract

"Die zunehmende Ausrichtung des Bildungswesens an einem utilitaristischen Menschenbild des "homo oeconomicus" - auch als "Ökonomisierung" der Bildung bezeichnet - wird in dem Beitrag vertieft. Krautz veranschaulicht das Credo neoliberaler Wirtschaftstheorie, das den Menschen als "Unternehmer seiner Selbst" und Bildung vor allem als Investition in "Humankapital" sieht, mit zahlreichen Beispielen. Die Entstaatlichung bzw. Entrechtlichung der Gesellschaft - also der Trend zur Deregulierung und Liberalisierung sämtlicher Bereiche des gesellschaftlichen Lebens bis hin zur Privatisierung der öffentlichen Dienste (Gesundheits-, Transport-, Verkehrswesen, Energieversorgung, etc.) habe auch das Bildungswesen erreicht. Dies zeigt der Autor an den Bestrebungen internationaler Organisationen wie der WTO oder der OECD sowie an der Hintergrundarbeit zahlloser Stiftungen, Konzerne und Lobbygruppen. Schulen und Hochschulen werden heute darin schon nicht mehr primär als Institution des Gemeinwohls, sondern als Unternehmen mit dem Zwang zur Vermarktung verstanden, während Schüler und Eltern nicht mehr als Individuen mit Würde gelten, sondern als 'Humankapital', das sich eine qualitativ bedeutsame Bildung nur mit den notwendigen finanziellen Möglichkeiten erkaufen kann. Es ist absehbar, dass Bildung mit dieser gesellschaftlichen Ausrichtung in Zukunft vor allem eine Frage des Geldes und der sozialen Schicht sein wird." (BIBB-Doku)
Quelle des Abstracts: http://www.bildung-wissen.eu/tagungen/Tagung_Bildungstandards_Uni_Koeln.pdf

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