Prüfungen in der Berufsausbildung : Programmatik und Praxis
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Dt. Inst.-Verl.
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Köln
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Abstract
Die Beiträge befassen sich mit den Funktionen von Prüfungen und der fachlichen wie bildungspolitischen Diskussion über die Entwicklung neuer Prüfungsmodelle. Die früher übliche klare Trennung bei den Abschlussprüfungen in Theorie und Praxis in Form zweier voneinander unabhängiger Prüfungen wird heute derart kritisiert, dass nach anderen Prüfungsformen gesucht wird. Gefordert werden praxisnahe und handlungsorientierte Prüfungen, auch berufsübergreifende Qualifikationen sollen abprüfbar sein. Neue Prüfungsformen, die bei einzelnen Berufen schon angewandt und evaluiert werden, sind: die integrierte Prüfung, wo nicht nach Fächern gegliedert, sondern thematisch ganzheitlich geprüft wird in enger Verzahnung von Theorie und Praxis; das simulierte Kundenberatungsgespräch; die betriebliche Projektaufgabe (besonders gut im IT-Bereich anzuwenden) und der betriebliche Auftrag (z.B. beim Mechatroniker). Dabei wird sehr auf weitestgehende Kongruenz zwischen Ausbildung und Prüfung geachtet. Ein Problem stellen die bei den neuen Prüfungsformen oft gestiegenen Prüfungskosten dar, wogegen eine höhere Prüfungsökonomie durch inhaltliche Entfrachtung, also weniger Detailwissen, geringere Vollständigkeit zugunsten von mehr Strukturwissen und Exemplarität wie auch eine bundesweite Transparenz und Vergleichbarkeit angestrebt werden. Die Änderungen der Abschlussprüfung, die zukünftig eine gestreckte sein soll, wofür die Zwischenprüfung entfällt, werden auf den Ebenen Prüfungsform (integrierte Prüfung etc.), Prüfungsstruktur (gestreckte Abschlussprüfung) und Systemfragen (Anrechnung der Berufsschulleistungen) stattfinden. Inhalt: MEYER ZU ERMGASSEN/ZEDLER: Prüfungen in der Berufsausbildung - Reformdebatte und Lösungsansätze; BREUER: Zur Gestaltung der Abschlussprüfungen im dualen System am Beispiel der IT-Berufe; WOORTMANN: Prüfungskonzepte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. (BIBB)