Schulpraktische Studien auf dem Prüfstand
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Abstract
Die zweiphasige Lehrerausbildung wird bundesweit als defizitär kritisiert, wobei sich das Verhältnis von Theorie und Praxis als Kernproblem erweist. Im Rahmen dieser Problematik spielen Schulpraktische Studien als Studienelement der ersten Phase eine Schlüsselrolle. Einerseits oft in eine marginale Rolle gedrängt, wird andererseits ihre Wichtigkeit immer wieder betont und eine Ausweitung der Praxisanteile gefordert. Die Forderung nach Einführung eines "Praxissemesters" wird zu einem weiteren Spannungsfeld in der Diskussion um die Rolle Schulpraktischer Studien. Der Beitrag untersucht die Schulpraktischen Studien am Beispiel der Lehrerausbildung für berufliche Schulen an der Universität Osnabrück und will gleichzeitig Denkanstösse in der Auseinandersetzung um das Theorie-Praxis-Verhältnis geben. Fazit: Schulpraktische Studien nehmen eine Schlüsselrolle im Rahmen der Theorie- Praxis-Problematik ein, sollten jedoch nicht länger das einzige Element der Theorie-Praxis-Verzahnung bleiben. Grundsätzlich sollte überlegt werden, inwieweit im Rahmen einer interdisziplinär orientierten Ausbildung auch die anderen Studienelemente ihren qualitativen Beitrag hierzu leisten können. (BIBB2)