Berufsideal und moderner Arbeitsmarkt : die Modernisierung des Arbeitsmarktes und ihre Konsequenzen für die berufsförmige Erwerbstätigkeit
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Bertelsmann
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Bielefeld
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Abstract
Die Habilitationsschrift untersucht, ob und wie Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt Berufsstrukturen so beeinflussen, dass vermehrt prekäre Beschäftigungsformen entstehen. Am Beispiel der Berufe Friseur/-in und Kosmetiker/-in betrachtet der Autor die Genese der Körperpflegeberufe, ihre gesellschaftliche und soziale Verankerung, die aktuelle Ausbildungsordnung und -organisation sowie die Lebenssituationen der Beschäftigten. Ergebnis der berufswissenschaftlichen Forschungsarbeit ist, dass die Innungen und Fachverbände zu wenig auf die veränderten Arbeitssituationen eingehen. Vielmehr orientieren die Berufsverbände ihre Politik an traditionellen Handwerksstrukturen, was im Widerspruch zur Arbeits- und Lebenssituation der meisten Beschäftigten steht. Dieses Fazit steht exemplarisch für das gesamte Handwerk, das besonders an den Veränderungen des Arbeitsmarktes, dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel leidet.
"Der 'Beruf' wird in Deutschland als zentrales Organisationsprinzip des Berufsbildungsystems und des Arbeitsmarktes betrachtet. Mit ihm werden arbeitsweltliche Ideale sowie gesellschaftliche Wertvorstellungen verknüpft. Zum einen sind mit dem Beruf die Begriffe Bildung, Emanzipation, Dauerhaftigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, soziale Sicherheit und sozialer Aufstieg eng verbunden. Zum anderen werden damit auch konkrete qualitative Standards der Berufsausübung assoziiert. Aktuell wird im Kontext der Modernisierung der Arbeitswelt von einem Wandel bzw. von der Erosion des Berufs gesprochen. Die Habilitationsschrift verdeutlicht anhand einer Betrachtung der sozialen Genese und der aktuellen Konstitution der Berufe Friseur und Kosmetiker, was dieser Wandel für diese konkreten Berufe, ihre Korporationen und ihre Berufsinhaber bedeutet(-e). Dabei werden spezifische Probleme und Fragestellungen mit Hilfe berufswissenschaftlicher Forschungsmethoden untersucht. Das sind z.B. die Gründe für die hohe Geschlechtsspezifik dieser Berufe, die Beschäftigungssituation und die Lebenslagen der Berufsinhaber sowie die branchen- und berufsbezogenen Modernisierungsprozesse." (Verlag, BIBB-Doku)
"Der 'Beruf' wird in Deutschland als zentrales Organisationsprinzip des Berufsbildungsystems und des Arbeitsmarktes betrachtet. Mit ihm werden arbeitsweltliche Ideale sowie gesellschaftliche Wertvorstellungen verknüpft. Zum einen sind mit dem Beruf die Begriffe Bildung, Emanzipation, Dauerhaftigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, soziale Sicherheit und sozialer Aufstieg eng verbunden. Zum anderen werden damit auch konkrete qualitative Standards der Berufsausübung assoziiert. Aktuell wird im Kontext der Modernisierung der Arbeitswelt von einem Wandel bzw. von der Erosion des Berufs gesprochen. Die Habilitationsschrift verdeutlicht anhand einer Betrachtung der sozialen Genese und der aktuellen Konstitution der Berufe Friseur und Kosmetiker, was dieser Wandel für diese konkreten Berufe, ihre Korporationen und ihre Berufsinhaber bedeutet(-e). Dabei werden spezifische Probleme und Fragestellungen mit Hilfe berufswissenschaftlicher Forschungsmethoden untersucht. Das sind z.B. die Gründe für die hohe Geschlechtsspezifik dieser Berufe, die Beschäftigungssituation und die Lebenslagen der Berufsinhaber sowie die branchen- und berufsbezogenen Modernisierungsprozesse." (Verlag, BIBB-Doku)
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