Finanzierungsalternativen für die Berufsbildung am Beispiel der aufstrebenden Länder Lateinamerikas
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Abstract
Umfassende Wirtschafts- und Steuerreformen mit marktwirtschaftlicher Ausrichtung in den aufstrebenden Ländern Lateinamerikas haben zu einer tiefgreifenden Veränderung des Arbeitsmarktes sowie zu einer Umverteilung der Arbeitskräfte und Arbeitsplätze geführt. Vor diesem Hintergrund reformierten Argentinien, Brasilien, Chile und Mexiko ihre Bildungs- und Berufsbildungssysteme, mit denen insbesondere die Art der Ausbildungsfinanzierung und vor allem die Rolle des Staates auf dem Arbeitsmarkt geändert wurden. Gleichwohl wurden verschiedene Ansätze für die Finanzierung der Berufsbildung gewählt, denen jedoch ein liberaler Grundgedanke gemeinsam ist. Die berufliche Bildung wird immer mehr als Handelsware betrachtet, auf die die klassischen Handelstheorien anwendbar sind. Die Ausbildung unterliegt daher immer stärker dem Wettbewerb. Die Voraussetzungen für die Entstehung eines Ausbildungsmarktes sind damit gegeben. Dies schliesst indes eine Finanzierung durch die öffentliche Hand nicht aus. Der Beitrag erörtert die verschiedenen Finanzierungsmodelle für die Berufsbildung in diesen Ländern. (BIBB2)