Be a Man or Become a Nurse: Comparing Gender Discrimination by Employers across a Wide Variety of Professions
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Berlin
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Abstract
Bei der Ausbildungsplatzsuche werden Frauen benachteiligt. Ihre Bewerbungen werden schlechter als die der männlichen Bewerber eingestuft, auch wenn sie die gleichen Voraussetzungen mitbringen, wie etwa Notendurchschnitt und praktische Erfahrungen. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach variiert das Ausmaß der Diskriminierung zwischen Unternehmen, Branchen und Berufen. Entscheidend für die Benachteiligung von Bewerberinnen ist, wie stark der Frauen- bzw. Männeranteil in den Berufen ist. Besonders stark benachteiligt werden Frauen, wenn sie sich für Ausbildungen in männerdominierten Branchen bewerben, etwa für technische Berufe wie Mechatroniker. Zudem haben auch in erzieherischen und pflegerischen Ausbildungsberufen Frauen schlechtere Chancen. Allerdings haben Männer, die sich für Ausbildungsberufe mit hohem Frauenanteil bewerben, keine Nachteile. Die Autorinnen hatten in einer sogenannten Vignettenstudie Personalverantwortlichen aus ca. 650 deutschen Ausbildungsbetrieben in Deutschland kurze fiktive Lebensläufe von Bewerberinnen und Bewerbern vorgelegt und sie gefragt, ob sie die Bewerber/-innen zu einem Bewerbungsgespräch einladen würden. Die Befragung fand im Rahmen des jährlichen Betriebspanels des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel) statt. (Textauszug; BIBB-Doku)