Berufliche Eignung und Neigung : Gesichtspunkte ihrer Erfassung und Bewertung in der Rehabilitation
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117221
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Abstract
"Die Aufgabe einer Beurteilung von Eignungen und Neigungen begleitet einen Rehabilitanden und seine Betreuer/Ausbilder über die gesamte Dauer einer berufsbezogenen Rehabilitatationsmassnahme. Sie dient, explizit in Berufsfindungen, dem Ziel, Entscheidungen für eine berufliche Neuorientierung zu fundieren. Diese Entscheidung hat der Rehabilitand letztlich in eigner Verantwortung zu fällen; unter diesem Gesichtspunkt wird eine strikte Trennung von Eignung und Neigung zum Zwecke einer Erfolgsprognose beruflicher Zukunftsperspektiven aufgelöst. Dem Rehabilitanden als Entscheidungsträger sind daher typische Situationsfragmente einer möglichen schulischen und beruflichen Zukunft anzubieten, die ihm zum einen über Berufsalternativen informieren und ihm andererseits Gelegenheit zu ersten Erfahrungen geben sollen. Die Rolle des Rehabilitationsexperten verlangt dabei eine personenzentrierte Grundhaltung eines Informationsgebers und Vertrauten, wodurch versucht werden soll, eine nachteilig wirkende Prüfungsatmosphäre in dieser zukunftswichtigen Entscheidungsphase zu unterbinden. Psychologische Testverfahren sollten unter diesem Gesichtspunkt lediglich als Ergänzung dienen. Die dargestellte Form einer Beurteilung individueller Potentiale erfordert eine intensive Teamarbeit, nicht zuletzt auch unter dem Gesichtspunkt einer Prüfung der individuellen Belastbarkeit." (Autorenreferat)