Neuverteilung von Arbeit und sozialer Zeit: das Geschlechterverhältnis im Transformationsprozess industrieller Arbeit
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Abstract
Die Autorin erörtert die Chancen der Erwachsenenbildung in der gegenwärtigen Transformation der Arbeitsgesellschaft. Sie wirft das Problem auf, dass jene Formen der industriellen Arbeit, deren Verschwinden heute so heftig beklagt wird, in den 60er und 70er Jahren im Zentrum der Gesellschaftskritik arbeitsorientierter politischer Bildung stand. Sie fragt, warum kaum nach Gestaltungschancen Ausschau gehalten wird, die eine lebbare Zukunft auch jenseits tayloristisch organisierter Arbeitssysteme vorstellbar machen. Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses bewirkt auch, dass die Kategorie Geschlecht sich als entscheidendes Merkmal für die Positionierung auf dem Arbeitsmarkt tendenziell auflöst. Sie zeigt auf, dass die traditionelle starke Kopplung des Sozialsystems an die Erwerbsarbeit Frauen stets benachteiligt hat. "Feminisierung" der Arbeit auch von Männern, diskontinuierliche Erwerbsbiographien und flexible Arbeitszeiten für alle könnten auch neue Zeithorizonte für Bildung eröffnen, wenn die Prozesse politischer Steuerung mit den Prozessen der Rationalisierung Schritt hielten. Als Möglichkeit solcher Steuerung benennt sie eine konsequent betriebene Arbeitszeitpolitik. (BIBB2)