Zum einhundertsten Jahrestag der Gründung des DATSCH: von den Anfängen der Berufsordnung in der Metallindustrie
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135543
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Abstract
Vor 100 Jahren, am 3. Dezember 1908, wurde der Deutsche Ausschuss für Technisches Schulwesen (DATSCH) gegründet, die erste deutsche Institution, die sich ausschließlich mit der beruflichen Bildung befasst und die Grundlagen für die Berufsbildung im 20. Jahrhundert gelegt hat. Der DATSCH kann als Keimzelle des heutigen Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) angesehen werden. Diesem Jubiläum wurde am 8. Dezember 2008 eine Festveranstaltung im Technikmuseum in Berlin gewidmet. Der Artikel beschäftigt sich mit der Geschichte des DATSCH und diskutiert Fragen der Berufsordnung am Beispiel des Berufes "Dreher". Der DATSCH hat mit seinen berufsordnenden Arbeiten die deutsche Berufsbildung maßgeblich beeinflusst. Die ab 1935 geschaffene Berufelandschaft blieb in ihren Grundzügen lange erhalten und änderte sich erst allmählich. Noch heute gibt es 15 Ausbildungsberufe, die zuletzt zwischen 1937 und 1940 geordnet wurden. Der DATSCH hatte einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung einer systematischen, planvollen technischen Bildung, vor allem in der Industrie. Die von diesem Wirken ausgehende Tradition mache schwer, Verständnis für den Europäischen Qualifikationsrahmen und andere kontinentale Tendenzen zu entwickeln. (BIBB-Doku)