"Schwer vermittelbare Jugendliche" : Wirklichkeitskonstruktionen als Bestimmungsfaktoren arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen
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137244
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Innsbruck
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Abstract
In der Dissertation "wird versucht - vor dem Hintergrund einer sozialkonstruktivistischen Wissenschaftstheorie - dem Wirklichkeitsverständnis "schwer vermittelbarer" Jugendlicher in Bezug auf Arbeit, Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarktpolitik nachzugehen. Dazu wurden 28 qualitative Einzelinterviews im Umfang von 45 bis 75 Minuten transkribiert und mit dem Software-basierten Verfahren GABEK - Ganzheitliche Bewältigung von Komplexität - ausgewertet. Im Sinne einer Rekonstruktion von Wirklichkeit wurden die Interviews in mehreren Auswertungsschritten wiederholt überarbeitet und auf Relevanzstrukturen, emotionale Inhalte und kausale Zusammenhänge hin untersucht. Dadurch ist es möglich anhand von Grafiken, Tabellen und Listen Einblick in das Funktionieren der Welt "schwer vermittelbarer" Jugendlicher zu nehmen und Teufelskreise nachzuzeichnen. Neben Interviews in der Justizvollzugsanstalt Innsbruck und dem Chill-Out - einer Anlaufstelle für vorübergehend wohnungslose Jugendliche - wurden im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice Tirol auch Jugendliche, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen, interviewt. Die ausgewiesenen Zusammenhänge zwischen Eltern, Arbeitslosigkeit, arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, Drogenkonsum und Kriminalität erlauben spannende Einblicke in die Wirklichkeit schwer vermittelbarer Jugendlicher. Werte und Wirklichkeitsvorstellungen bilden die Grundlage für die in dieser Dissertation entwickelten Verbesserungsvorschläge für die Konzeption und Durchführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Mit einem Ausblick auf möglicherweise sinnvolle weiterführende wissenschaftliche Forschung und Potentiale gesellschaftlich relevanter Verbesserungen endet die Arbeit." (Autorenreferat, BIBB-Doku)