Schatten über Europa? : Hohe Arbeitslosigkeit, Prekariat, Jugend ohne Hoffnung. Wie positioniert sich die Berufsbildung in der Europäischen Union?
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Abstract
"Im Lichte der prekären Beschäftigungslage in vielen Ländern der EU und der hohen Arbeitslosigkeitsquote, vor allem bei Jugendlichen, hat die EU-Kommission nunmehr konkrete Gemeinschaftsinitiativen beschlossen, die vor allem die berufliche Bildung fördern und das generelle Kompetenzniveau der Arbeitnehmer erhöhen sollen. Dabei greift sie "best practice" aus den Mitgliedsländern auf." Der Beitrag beleuchtet vor diesem Hintergrund die aktuelle EU-Bildungspolitik, skizziert die Wesensmerkmale dualer Ausbildungssysteme und setzt diesen das angloamerikanische Modell der Ausbildung sowie das schulorientierte französische Modell gegenüber. Kritisiert werden zudem bildungspolitische Maßnahmen, die ausschließlich zu mehr Bildungsabschlüssen auf tertiärem Niveau geführt haben. Durch diese Akademisierung seien viele handwerkliche und anwendungspraktische Kompetenzen bei gleichzeitigem Imageverlust in der Gesellschaft in den Hintergrund getreten. Abschließend werden die Vorzüge des österreichischen Berufsbildungssystems aufgezeigt, die auf einem ausgewogenen Miteinander einer dualen Berufslehre sowie den praxisorientierten berufsbildenden mittleren und höheren Schulen aufbaut und überdiese ein hohes Maß an Durchlässigkeit ermöglicht. (Textauszug; BIBB-Doku)