Berufswahl als Entscheidungsproblem: vom Nutzen einfacher Heuristiken
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125021
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Abstract
Mit Blick auf die Modellierung des Entscheidungsprozesses untersuchen die Autoren das Problem der Berufswahl Jugendlicher. Sie gehen zunächst auf die begriffliche Fassung von Berufswahlkompetenz ein, stellen das Modell der klassischen Entscheidungstheorie dem Entscheidungsproblem in der Berufswahl gegenüber und gehen der Frage nach, welche Entscheidungsverfahren (Heuristiken) für eine entsprechende Problemlösung nützlich sein können und skizzieren abschließend Möglichkeiten zur Förderung der Berufswahlkompetenz. Zu einer Entdramatisierung der Berufswahlsituation könnte eine Strategie beitragen, sich den Entscheidungen durch schrittweises, mehrmaliges Handeln bzw. Probehandeln zu nähern und dabei Entwicklungsmöglichkeiten offenzuhalten.en. Damit die Wahlmöglichkeiten als Chance und nicht als Überforderung wahrgenommen werden können, sind zwei Aspekte zu berücksichtigen: Zum einen gelte es, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten nicht ausschließlich in der Abhängigkeit einer einzigen, alle möglichen Bedingungen erfüllenden Entscheidung zu sehen, und zum zweiten setze dies voraus, dass die Jugendlichen über Instrumente verfügen, die es ihnen ermöglichen, handlungsfähig zu bleiben. (BIBB)