Was kostet und nutzt Privatpersonen die berufliche Weiterbildung?
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Stuttgart
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Abstract
Ungeachtet der wirtschaftlichen Rezession in der Bundesrepublik Deutschland sind die Teilnahmequoten an beruflicher Weiterbildung in den letzten Jahren gestiegen. Die Investition in Qualifizierungsmassnahmen hat sowohl für Betriebe, zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, als auch für Einzelpersonen, zum Erhalt ihrer Arbeitsmarktchancen, an Bedeutung gewonnen. Auf dem einzelnen Erwerbstätigen oder Arbeitslosen lastet der Druck, sich eigenverantwortlich und systematisch selbst zu qualifizieren. Er trägt dabei auch einen erheblichen Teil der Weiterbildungskosten. Neben der privaten Finanzierung werden die Kosten der beruflichen Weiterbildung vor allem von Bund, Ländern und Gemeinden, der Bundesanstalt für Arbeit und der Wirtschaft getragen. Während die Ausgaben der Bundesanstalt für Arbeit für berufliche Fortbildung und Umschulung kontinuierlich dokumentiert sind und das Institut der deutschen Wirtschaft seit Beginn der achtziger Jahre durch drei Befragungen die Kosten der Betriebe im Bereich der Industrie- und Handelskammern ermittelt hat, fehlen vergleichbare Zahlen für Bund, Länder und Gemeinden sowie für Privatpersonen. Der Beitrag enthält Ergebnisse des Forschungsprojektes "Individuelle Kosten und Nutzen beruflicher Weiterbildung" des Bundesinstituts für Berufsbildung. Auf dieser Grundlage sind erstmals Aussagen über die individuellen Ausgaben von Weiterbildungsteilnehmern möglich geworden. (BIBB2)