Kompetenzentwicklung junger Männer mit prekären Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven : eine empirische und theoretische Annäherung
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142074
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Abstract
Spezifische Problemlagen junger Männer beim Eintritt in das Berufsleben wurden bisher - gegenüber denen von Frauen - nur marginal behandelt. Angesichts der Erosion des langfristigen Normalarbeitsverhältnisses als zentraler Erwerbsform ist eine stabile Einmündung in den ersten Arbeitsmarkt für eine wachsende Zahl von Menschen resp. jungen Männern nicht mehr erreichbar und damit die zentrale männliche Statusdimension bedroht. Hilfen erfolgen im Allgemeinen mit entsprechenden Maßnahmen wie Trainings, Profilings, indem man die jungen Erwachsenen kompetent "macht" oder beschäftigungsfähig hält, aber in einer defizitorientierten, individualbezogenen Auslegung. Notwendig erscheint dem Autor, den Blick vielmehr auf die Lebenslagen, Biografien und geschlechtsspezifischen Besonderheiten des Umgangs mit prekären Perspektiven und Verhältnissen am Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt zu richten. Dies beinhaltet ausdrücklich auch die Stärken benachteiligter Jugendlicher, ihre Entwicklungspotenziale und produktiven Bewältigungsressourcen sowie den Einbezug des gesamten biografischen Horizonts und zum anderen die Rahmenbedingungen für Kompetenzentwicklungsprozesse. Insofern geht es im Beitrag unter Rückgriff auf ein Fallbeispiel darum, erste theoretische und emprische Annäherungen an die Kompetenzentwicklung von jungen Männern mit prekären Perspektiven zu skizzieren. Dazu werden in einem ersten Schritt die zentralen arbeitsgesellschaftlichen Transformationsprozesse dargestellt, bevor in einem zweiten Schritt die Perspektive der Kompetenzentwicklung eingenommen und in einem dritten Schritt deren geschlechtsspezifische Dimension präzisiert wird. (BIBB-Doku)