Berufsbezug, zentrales Merkmal der deutschen Berufsausbildung
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157317
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Kassel
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Abstract
Im Mittelpunkt dieser Publikation steht die Klärung der Frage nach den historischen Wurzeln der Beruflichkeit im dualen Ausbildungssystem in Deutschland. Ausgehend von der Darstellung der Besonderheiten des dualen Systems mit seinen zwei Lernorten Betrieb und Berufsschule und der Orientierung am Berufsprinzip widmet sich die Arbeit der Frage, wie diese Besonderheiten entstanden sind, wie es in Deutschland zur Ausformung von Berufen kam. Hierzu wirft der Autor einen Blick auf die historische Entstehung der mittelalterlichen Stadt und das Entstehen von Zünften und Gilden in Deutschland und betrachtet dazu vergleichend die Situation in Ostasien. Er untersucht insbesondere die Bedeutung beruflicher Zusammenschlüsse und Vereinigungen (Zünfte, Gilden) für die Entwicklung der deutschen Beruflichkeit und arbeitet dabei wiederum den Unterschied zum ostasiatischen Raum heraus. Abschließend werden einige Verbindungslinien zur aktuellen Diskussion um das Berufsprinzip und seine zukünftige Bedeutung gezogen. Der Autor plädiert für eine Weiterentwicklung des deutschen Ausbildungssystems "im Kontext mit anderen gesellschaftlichen Teilstrukturen und unter Beachtung historischer Triebkräfte und kultureller Gegebenheiten." (BIBB-Doku)