Biographieforschung und biographisches Lernen (Themenheft)
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Abstract
Biographieforschung stellt einen relativ jungen Zweig der Sozial- und Erziehungswissenschaften dar. Die Anfänge dieser Ausrichtung markiert zum einen die Absicht, Lebenslaufforschung zu betrieben. Methodisch waren dies zunächst nach wie vor standardisierte Erhebungen bzw. quantitative Auswertungen. Zum anderen entwickelte sich eine qualitativ ausgerichtete Erfassung von einzelnen Biographien. Auch durch sie sollten generellere Aussagen gewonnen werden. Für die Erwachsenenbildung hilft die Biographieforschung, die Frage nach den Lernprozessen Erwachsener präziser herauszuarbeiten, so z.B. nach der Bedeutung der Bildungsprozesse für die eigene Biographie, nach den Erfahrungen der Teilnehmer an der Erwachsenenbildung über ihre Auffassung von Bildung u.ä. Das Heft enthält folgende Beiträge: NITTEL: Berufsbiographie und Weiterbildungsverhalten; FRIEBEL/EPSKAMP/TOTH: Sind Bildungskarrieren/Bildungsbiographien "entscheidungsfähig"?; ALHEIT/DAUSIN: Bildung als "biographische Konstruktion"?; PIEZONKA: Kenntnisse in dem Gebiet der Weltweisheit erwerben; KASCHUBA: Bildungsprozesse in den Biographie von Frauen in ländlichen Regionen; BEHRENS-COBET: Bildung und Eigensinn; SEITTER: Bildungsbiographie spanischer Migrantinnen; NOLDA: Unspektakuläres Sprachenlernen; FAULSTICH: Exponierte Biographie - Worpsweder Ehen; BRAUN: Biographisches Lernen als Methode in der Erwachsenenbildung; FAULSTICH-WIELAND: Kommentierte Bibliographie zur erziehungswissenschaftlichen/erwachsenenpädagogischen Biographieforschung; DERICHS-KUNSTMANN: Zur Inszenierung des Geschlechterverhältnisses in der Bildungsarbeit; LAGA: Erwachsenenbildung und empirische Sozialforschung. (BIBB2)