Das Qualifikationskonzept und dessen gesellschaftliche Konstruktion
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Abstract
Die Feststellung und Entwicklung beruflicher Qualifikationen ist ein sozialer und zugleich technischer Prozess, der geprägt ist von den Kräfteverhältnissen und Strukturen, die eine Gesellschaft kennzeichnen. Dennoch schließen die einzelstaatlichen und europäischen politischen Ansätze zur Definition von Qualifikationen die Ungerechtigkeiten, die sich als Folge des gesellschaftlichen Konstruktionsprozesses ergeben, weitgehend aus. Im ersten Teil des Beitrages wird anhand verschiedener Beispiele veranschaulicht, in welcher Weise sich soziale Prozesse auf die Bestimmung der Qualifikationen auswirken können (Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen, Beschäftigte in Kleinbetrieben, Beschäftigungssituation der Frauen, Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich). Im zweiten Teil wird erörtert, welche Implikationen sich aus der sozialen Konstruktion der Qualifikationen für die aktuelle Politikgestaltung ergeben. Im letzten Teil des Beitrages wird auf Initiativen hingewiesen, die dazu beitragen könnten, bestimmte negative Auswirkungen zu vermeiden. (BIBB2)